TVE Ich bin dabei

Der Handball fällt nicht weit vom Stamm

27.11.2019

Geschichten wie diese beginnen im Normalfall so: „Mein Papa war Leistungssportler/Trainer und so habe ich meine Kindheit und Jugend in diversen Sporthallen verbracht.“ Im Fall von Lutz und Sven Weßeling verhält es sich aber ein wenig anders. Im frühen Kindesalter entdeckten sie den Ball in der Hand als Spielgerät und brachten in den folgenden Jahren den Papa zurück in die Sporthalle. „Mit Ende 20 stand bei mir Familienplanung, Job und Hausbau im Fokus. Da blieb wenig Zeit für Handball. Mit 5 Jahren begann Lutz, sich für Ballsport zu interessieren. Wir hatten damals ein Tor im Garten, nach Feierabend und am Wochenende habe ich mit ihm viel Ball gespielt. Das hat meinen Ehrgeiz als Sport-Vater geweckt. Ich hatte voll Bock, meine Söhne zu fördern. Sven ist im Alter von 2 Jahren in unser Ballspiel eingestiegen. Ich hatte damals sogar extra Schaumstoffbälle gekauft, um unsere Wohnungseinrichtung zu schonen. Und als Lutz dann in der Handballabteilung des SuS Neuenkirchen aktiv wurde, war ich sein erster Trainer“, erinnert sich Martin Weßeling an die sportlichen Anfänge seiner Jungs. Dass er dessen Freude am Handballsport mit Begeisterung zur Kenntnis genommen hat, versteht sich von selbst – bei seiner Vita. Der 55-jährige gebürtige Neuenkirchener hat in seiner Kindheit viele Sportarten ausprobiert, ehe er beim Handball hängen blieb. Mit 19 ging es zum TV Emsdetten, wo er zunächst in der 2. Mannschaft spielte, es folgten zwei Jahre beim SC Bielefeld in der Oberliga. „Doch ich wollte mehr, wollte höherklassig spielen. Auf eigene Initiative ging ich 1987 zum TVE zurück, um bei der Ersten unter Winni Kitzmann zu trainieren. In den folgenden drei Jahren spielte ich neben Frank Thünemann, Conny Kreft, Martin Holländer usw. in der 2. Bundesliga. Eine schöne Zeit, abgesehen vom Abstieg im Jahr 1990. Kein schöner Abschluss meiner aktiven Karriere“, so der ehemalige TVE-Rechtsaußen in der Rückschau. Um sich fortan verstärkt um Beruf und Familie zu kümmern. Nach seinem Volontariat ging es zu den Westfälischen Nachrichten, wo er bis heute als Sportredakteur tätig ist.

Seine Söhne traten in den folgenden Jahren in die Fußstapfen ihres Papas und gingen ebenfalls zum TV Emsdetten. „Lutz als C-Jugendlicher, Sven schon in der D-Jugend. Wenn du als Spieler weiterkommen willst, musst du irgendwann den Schritt zu einem höherklassigen Verein gehen, auch wenn das für die Familie mit Wohnort Neuenkirchen viel Fahrerei und Zusatztermine bedeutet. Die Talentförderung läuft ganz anders ab, die Trainer sind besser ausgebildet, die Trainingsintensivität eine ganz andere. Zudem die Bundesligaluft, die die Jungs einatmen.“ So konnte es passieren, dass der damalige C-Jugendtrainer Alpar Jegenyes seine Schützlinge schon frühmorgens um 6.30 Uhr zum Training bat und Martin Weßeling somit vor der Arbeit “Fahrdienst“ hatte. Ein Aufwand, der sich gelohnt hat, denn beide haben den Sprung in den Profi-Handball geschafft.

Wie geht´s weiter? ...

Die ganze Weßeling-Story könnt ihr im neuen TVE.Teamgeist lesen:

https://www.tvemsdetten.com/media/tvemsdetten/documents/tve-saison-2019-2020-teamgeist-07.pdf